Die Pille danach


Diese Pille wird auch postkoitale Pille oder Morning-after pill genannt und hat zum Ziel, das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter nach einem Geschlechtsverkehr zu verhindern. Sie verhindert somit den Eintritt einer Schwangerschaft und unterscheidet sich dadurch gegenüber der so genannten Abtreibungspille, die eine bereits eingetretene Schwangerschaft beendet.

Die Pille danach ist eine Hormonpräparat, das entweder Östrogen-Gestagen-Kombinationen beinhaltet oder ein reines Gestagen-Präparate ist. Bei den Östrogen-Gestagen-Kombinationen muss die erst Einnahme sobald wie möglich nach dem Verkehr eingenommen werden, spätestens aber bis zu 48 Stunden danach. Die zweite Einnahme erfolgt 12 Stunden später. Bei den Gestagen-Präparaten muss die erste Einnahme ebenfalls sobald wie möglich nach dem Verkehr eingenommen werden, spätestens aber bis zu 72 Stunden danach, die zweite Einnahme erfolgt 12 Stunden später.

Die Einnahme der Pille danach gilt entsprechend dem § 218 des Strafgesetzbuches (StGB) nicht als Abtreibung . Sie sollte dennoch nicht als regelmäßige "Verhütung" angewendet werden. Empfohlen wird diese Pille nach ungeschütztem Verkehr, einer Verhütungspanne (z.B. gerissenes Kondom) oder nach einer Vergewaltigung.

Da die Hormone hochdosiert sind, kann es zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen kommen. Nebenwirkungen bei Gestagen-Präparate fallen etwas leichter aus. Die Pille danach ist verschreibungs- und apothekenpflichtig.


Sicherheit

Bei rechtzeitiger und sachgerechter Anwendung ist der Pearl-Index P=1. Nach Informationen von ProFamilia beläuft sich die Sicherheit der Pille danach auf etwa 97 bis 99 %, wobei die Zuverlässigkeit der Gestagen-Methode im Vergleich zur Kombinationsmethode etwas höher liegen soll.